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»Falten«

Idee und Organisation: Imke Brunzema
vom 19.5. bis 21.5.2004 in der Stadtbibliothek Bielefeld, Wilhelmstr. 3

Ausnahmsweise – und hoffentlich nur vorübergehend – auf diesen Seiten mehr als meine eigenen Arbeiten. Deswegen auch nur die kleinen Bilder.

Falten werden zur Übung abgezeichnet und sind auch Ausdruck von Alter. Falten werden bewußt eingesetzt und ebenso entfernt. Man kann Hände falten aber auch Papier: unterschiedliche Aktionen und Intentionen. Die Veranstaltung bewegt sich zwischen den unterschiedlichen Möglichkeiten, zwischen Spiel, Arbeit, Handwerk, Kunst und Vergnügen.

Die Ausstellung (s.u.) wurde begleitet von einem temporären Atelier: zum Austesten von Ideen, Kennenlernen verschiedener Techniken, aber auch zum Kennenlernen untereinander.

»Das Grosse falten«

Zu Beginn der Aktion zusammen etwas zusammenfalten
Idee: Annetta Christoph.

Das Grosse falten: 1,5 m breit und 2 m lang

Unten: »Wachsfalten« Christine Brand: auf gefaltetes Papier gearbeitete Enkaustik

Temporäres Atelier

Rechts: »Faltengeheimnisse« Faltofakte: Sabine Bergau

Unten: »Lauch-Falten«, Angelika Mittel-Lankes: Lauch, noch frisch, wird aufgefaltet, aufgespießt, farblich sortiert in Reihe gehängt und bekommt beim Trocknen Falten.

Jennifer Leißmann arbeitete an einem Faltenbild in den Farben der deutschen Fahne. Weitere »Fahnen« sollen folgen (z.B. die französische).

»Gib’s Falten?«, Imke Brunzema: Für Studien-zwecke werden Falten in Gips »fixiert«, um denselben Faltenwurf immer wieder zeichnen zu können. Die jeweilige Form läßt Rückschlüsse auf das darunter-liegende Objekt zu.

Sabine Ehlers: Ölbilder von Falten im Format 30 x 30 cm basierend auf Bildausschnitten von Boticelli und Mantegna; die Malgründe sind unterschiedlich (Grün, Gold, Silber und Weiß) und beeinflussen so die in rot »übersetzten« Falten.

Annetta Christoph (digitale Fotografie): BesucherInnen der Stadtbibliothek produzieren möglichst viele Falten im Gesicht. Die Fotografien werden ausgedruckt und begleitend ausgestellt.

Heide Müller zeigte unterschiedliche Objekte in Origami - u.a. einen Stern, der beim Hochfliegen sich in 12 Teile aufteilt.


»Antifalten – Anti-aging« Elisabeth Unterlinner:
links: Bügeln des Vorhanges für den eigenen Auftritt am Abend (die Künstlerin als ihre eigene Arbeiterin). rechts: Die andere Form als genaue Hausfrau: extremes, penibel genaues Bügeln von Handtüchern für den Schrank.

Frühjahrsputz: Ulrike Tervoort und Elisabeth Unterlinner (Gesang und Aktion): aufgeräumt wurde mit Erinnerung an das Bügeln nach Weihnachten: die Wiederverwertung benutzter Geschenkpapiere.

Die gefalteten Noten wurden von Ulrike Tervoort gesungen wie sie waren – unverständlich und bruchstückhaft, anschließend die Falten »ausgebügelt« und die Volkslieder immer vollständiger vorgetragen.

Alle Mitwirkenden haben in der Zeit vor dem Projekt Texte zum Thema »Falten« zusammen-getragen, die von Christine Ruis – mit musikalischer Selbstbegleitung – vorgetragen wurden.

Ausgestellt wurden Arbeiten von Jeefa Kloiber, Jennifer Leißmann und Annemarie Fehlberg

     
Fotos: Imke Brunzema und Annetta Christoph